Die besten Meditations-Apps

Du möchtest endlich meditieren, aber der Start fällt dir schwer und du fragst dich dauernd: Ich will ja, aber wo fang ich bloß an? Unser Tipp: Nicht lange schnacken, lesen oder recherchieren, einfach loslegen. Ja, richtig gehört, einfach hinsetzen, die Augen schließen und nach innen lauschen. Wem das alleine schwer fällt und wer Angst hat, etwas falsch zu machen, der findet mit diesen fünf Meditations-Apps einen prima Begleiter und das Ganze geht easy, direkt von der Couch oder dem Schreibtisch aus. 

Eine Meditations-App kann dich gut dabei unterstützen in kleinen Schritten mit der Meditation zu beginnen und dich langsam zu steigern, was die Länge der Meditation betrifft. Wir raten dir jedoch, dich nicht zu sehr von dem Smartphone in deiner Hand ablenken zu lassen. Zu schnell geht der Blick dann doch wieder auf neue Nachrichten und E-Mails. Am besten ist es, wenn du während der Meditation, das Smartphone in den Flugmodus bringst, damit du auch wirklich ungestört bist. Es hilft, wenn du dir eine ruhige Ecke in deiner Wohnung suchst, wo du ungestört und alleine sitzen kannst. Wer regelmäßig meditiert, kann sich eine Meditationsecke einrichten und immer am selben Platz üben, das mag der Geist. 

CALM – „Finde deine Gelassenheit“

Die Meditations-App Calm hat ein sehr nutzerfreundliches Design und ist intuitiv einfach zu bedienen. Calm fragt gleich zu Beginn ab, um welche Themen es dir geht. Möchtest du glücklicher werden? Besser schlafen? Wünscht du dir mehr Leistung oder einfach mehr Selbstachtung? Wenn du dich registriert hast, geht es auch schon los und die App macht dir Vorschläge für passende Meditationen. So gibt es jeden Tag eine neue „Daily Calm“-Meditation, die sich immer einem anderen Thema (wie zum Beispiel Schläfrigkeit während der Meditation) widmet. Unter „Schnell und einfach“ werden dir kurze drei-minütige Meditationen angezeigt, mit denen du schnell neue Kraft tanken kannst. Wer mehr Zeit mitbringt, kann im Menupunkt „Meditationen“ kleine Programme zu verschiedenen Themenschwerpunkten absolvieren. Hier gibt es zum Beispiel Wander-Meditationen, die dir achtsames Gehen näherbringen oder ein Programm zu Achtsamkeit bei der Arbeit. Wer Einschlafprobleme hat, findet bei Calm viele Geschichten, die es dir erleichtern einzuschlafen und die passende Musik, um zur Ruhe zu kommen. Calm verfügt außerdem über ein Stimmungsbarometer, einstellbare Erinnerungen für Meditationen, Pausen und geführte Atemübungen.

Kosten: Die App kann man 30 Tage kostenlos testen, ein Jahresabonnement für Calm Premium kostet 51,77 Euro.

Fazit: Gut geeignet für Einsteiger, weil man aus verschiedenen Optionen wählen kann. Sehr angenehme Stimme, die die Meditationen anleitet und gute Inhalte, die zum Nachdenken anregen. Die App bietet sehr viele Inhalte an, das kann bei der Auswahl leicht verwirren. 

Tipp: Mein liebstes Daily-Calm war die Folge zu „Upekkha“, gesprochen von Rahel Comtesse. Falls du die nicht findest, empfehle ich die Meditation „Wertfreiheit“ – dafür unten in der Mitte auf „Meditation“ klicken, oben auf „Alle“ und dann nach unten scrollen. 

Headspace  – „Meditation leicht gemacht“

Headspace kommt deutlich aufgeräumter daher und macht gleich zu Beginn einige Versprechen: Nur zehn Tage mit der Meditations-App sollen die Zufriedenheit um 16% steigern. Das Design unterstützt einen klaren Geist, alles ist sehr geordnet und gut strukturiert. Die App arbeitet mit Animationen, die bei der Routine helfen und Fragen beantworten. Im Menu gibt es zwei Punkte, bei denen zwischen Meditation und Schlaf unterschieden wird. Im Meditationsmenu wird dir zuerst ein Grundlagenkurs angeboten und dann ein ein-minütiger Einstieg ins Thema „Atmen“. Auch bei der Meditations-App Headpsace gibt es eine kurze Tagesmeditation, die immer ein anderes Thema bedient. Pluspunkt: Hier kannst du jedes Mal auswählen, ob die Meditation drei, fünf oder zehn Minuten lang sein soll. Daneben warten Kurse-und Einzelmeditationen, unter „SOS“ findest du Hilfe bei Verunsicherung oder Panik und unter „Techniken und Support“ werden dir Bodyscan, liebevolle Güte und fokussierte Aufmerksamkeit innerhalb von wenigen Minuten näher gebracht. Die App bietet einen gut strukturierten Einstieg in verschiedenen Techniken und irgendwie merkt man, dass Mitbegründer Andy Puddicombe im früheren Leben Mönch war. 

Kosten: Die App kostet 57,99 Euro pro Jahr oder bei monatlicher Zahlweise 12,99 Euro. Bei beiden Paketen gibt es ein oder zwei Testwochen umsonst. Außerdem biete die App Family-Packages an. 

Fazit: Diese Meditations-App eutlich aufgeräumter, dadurch fällt die die Entscheidung leicht, womit man am besten beginnt. Die Hintergründe und Farben sind sehr gut ausgewählt, so nutzt der Meditationsbereich helle Farben und der Schlafbereich dunklere Violetttöne. Die Tagesmeditationen haben bei mir auf Dauer nicht so gut funktioniert, einfach weil ich die Männerstimme nicht besonders mochte. Es gibt eine weitere Stimme für die anderen Programme, mit der ich direkt besser klargekommen bin. 

Tipp: Die fokussierte Aufmerksamkeit. Klicke dafür in der App unten links auf „Meditieren“ und wähle „Techniken und Support“. Hier findest du an zweiter Stelle eine Anleitung zu „Fokussierte Aufmerksamkeit“


7Mind – „Finde innere Balance”

Direkt nach der Anmeldung bei 7Mind erwartet den User ein kleines gesprochenes Intro, eine Art Willkommensgruß. Was sofort auffällt: Hier ist alles sehr klar strukturiert und der User wird von der App im positiven Sinne durch die Anwendung „geführt“. Der Geist wird hier nicht gefordert, aus zu vielen Dingen auszuwählen. Anfänger erhalten Schritt für Schritt eine Grunderfahrung von Meditation, indem sie zuerst ein siebenteiliges Basic-Programm durchlaufen. Im Menu wird sehr einfach zwischen Kursen und Singles unterschieden. Hier stehen weitere Grundlagenkurse zur Vertiefung zur Verfügung, Gesundheitsthemen wie Schlaf und Stress, Glück, Potentiale und ein extra Bereich für Schüler und Studenten. 

Das Design ist sehr klar und passend zur Meditation sehr clean. Während der Meditation erscheint ein farbiges Siebeneck, das sich im Atemrhythmus bewegt. Im Nutzerprofil kannst du deine Daten zur Meditation einsehen und 7Mind außerdem mit apple Health verbinden. Die App ist offline nutzbar, bietet über 500 Meditationen und bei Aktivierung  des „7Minder“ wirst du über die Pop-up-Benachrichtigung mit kleinen Achtsamkeitsideen versorgt.

Kosten: 59,99 Euro jährlich oder 11,99 Euro monatlich. Kostenlos für Kunden der Barmer Krankenkasse. Die Meditations-App bietet außerdem den Kurs „Achtsamkeitsbasiertes Stressmanagement“, eine Kurzform des MBSR-Programms in acht Modulen an, der von den Krankenkassen bezuschusst wird. 

Fazit: Das Vor- und Zurückspulen in der Meditation ist aufgrund des schmalen Siebenecks etwas schwierig, da man hier den Finger sehr fein bewegen muss. Ein Großteil der Meditationen ist nur in der Bezahlversion verfügbar. 

Tipp: Die Mitgefühl-Meditation. Klicke unten links auf das Menu und wähle oben rechts Singles aus. Dann links auf Basics, hier findest du eine schöne Meditation zum Thema Mitgefühl.

Insight Timer – Ängste und Stress abbauen 

Bei InsightTimer kannst du gemeinsam mit Millionen von Menschen lernen zu meditieren, um den Geist zu beruhigen, Stress abzubauen oder besser zu schlafen. Im Vergleich zu den anderen Apps hast du es hier mit 7.000 echten Lehrern zu tun, die einzelne Meditationen und Programme anbieten. Mit dabei sind Moji, Sadghuru, Elizabeth Gilbert und Russel Brand. Insight Timer ist mehr Community als App, so kannst du dir selbst ein Profil anlegen, dich mit anderen verbinden, Nachrichten schreiben und deinen Lieblingslehrern folgen. Es gibt außerdem einen Bereich, in dem du deine Favoriten speichern und so jederzeit abrufen kannst. Als User fällt es schwer bei der großen Auswahl eine Entscheidung zu treffen. Wo so viele Meditationen und mehr als 300 Kurse warten, möchte man gleich alles ausprobieren. Zur besseren Organisation kannst du entscheiden, welche Bereiche dir als erstes auf dem Bildschirm angezeigt werden. Hier stehen dir Daily Meditations, Kurse, Schlafprogramme, Vorträge, ein Timer, Meditationen speziell für Eltern und Musik zur Verfügung. Die App verfügt über eine gute Suchfunktionen, mit der du nach Meditationen, Body Scans oder deinem Lieblingslehrer suchen kannst. Und wenn du einfach mal nicht online sein willst, lädst du dir einen der 45.000 Titel herunter und hörst ihn offline an. 

Besonderes Plus: Die Meditations-App bietet dir Live-Events mit den Größen der Achtsamkeits-Szene und unter den Vorträgen auch Dharma Talks an. Wir empfehlen dir das Live-Event mit Riley Lee „Meditating on the music of Hildegard of Bingen“ am Donnerstag, den 24.09. um 10.30 Uhr.

Kosten: Die erste Woche ist kostenlos, danach fallen 62,99 Euro im Jahr an. 

Fazit: Tolle Meditationen, super gute internationale Lehrer, aber auch sehr viel Material, aus dem du auswählen musst. Die Gefahr, sich durch die Communityfunktion ablenken zu lassen, ist groß.

Tipp: Das Meditationsprogramm „Learning to Surrender” mit Sarah Blondin https://insighttimer.com/sarahblondin/guided-meditations/learning-to-surrender

Anmerkung der Redaktion:

Wir sind übrigens große Fans davon, dass du dir einen Lehrer suchst und einen Meditationskurs in deiner Stadt machst. Das bringt langfristig die besten Erfolge und du nimmst viel mit. Außerdem motiviert dich die Community und ihr könnt untereinander Erfahrungen austauschen. Aber klar, das geht nicht immer und dann sind die Meditations-Apps eine gute Alternative.

Titelbild © Content Pixie via Unsplash

2 Kommentare zu “Die besten Meditations-Apps

  1. Daniel Marx

    Hey, danke für die schöne Übersicht. Probiert auch mach „Waking up“ von Sam Harris. Kostenpunkt ist vergleichbar, es gibt einen sehr schönen Introductory Kurs (einen kurzen und einen über 50 Sitzungen) und sehr viel Content innerhalb der App. Hat mir nach meinem MBSR-Kurs sehr geholfen eine (fast) tägliche Routine aufzubauen.
    LG,
    Daniel

  2. Hey Daniel, danke für den super Tipp! Liebe Grüße

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