ein drink mit einer Blume im glas steht auf einem Türkisen Stoff

Sober curious – und happy

In 2020 hat sich mit „Sober Curiosity“ ein Trend hervorgetan, der das gesunde Leben in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird auf Alkohol verzichtet, egal ob auf das Feierabendbier oder den Party-Vollrausch. Es geht um den Verzicht von Alkohol auf allen Ebenen. Sober curious – als hippes Statement und Lebenseinstellung.

Sober curious – schon mal darüber nachgedacht, was Alkohol dir bedeutet?

Um eines vorweg klar zu stellen, wir, die Gründerinnen des Magazins, sind (aktuell) keine Anhänger der Sober Curiosity-Bewegung. Dennoch habe ich mich des Öfteren in meinem Leben damit auseinandergesetzt, welche Rolle Alkohol spielt. Hilft er mir etwas zu verarbeiten, heizt er mich an, hilft er mir fröhlicher, lustiger, verträglicher zu sein? Ich glaube, es tut uns allen gut, einmal zu überdenken, wie wir mit Alkohol umgehen und welche Rolle er in unserem Leben spielt. Ist er zweite Geige oder gibt er ziemlich oft den Ton an? Es gab in meinem Leben definitiv Zeiten, in denen ich zu viel Alkohol getrunken haben. In denen Alkohol etwas überspielen sollte, was ich nicht sehen wollte. Das geschieht bei vielen von uns öfter und schneller als wir denken.

Eine, die das Thema ganz wunderbar anpackt, aufklärt und ihre persönliche Geschichte dazu erzählt, ist die Lifestyle-Autorin und Kolumnistin Susanne Kaloff. Sie hat dem Gläschen Cremant den Laufpass gegeben, nicht weil sie abhängig war oder gesundheitliche Probleme hatte – sie hat sich aus freien Stücken dazu entscheiden und wurde damit, ähnlich wie Ruby Warrington aus den USA, zu einer Art Role Model. Letztere betont immer wieder, dass der Verzicht auf Alkohol ihren Schlaf verbessert hat und ihr Energielevel deutlich ansteigen ließ. Auch sie entschied sich aus freien Stücken gegen Cocktails und Drinks, auch weil Panikattacken ihr das Leben schwer machten und sie an einem Yoga-Wochenende das erste Mal erfuhr, wie sich ein Wochenende ohne Alkohol anfühlt. Sie ist für Abstinenz und rät jedem zu dem Experiment „100 Tage ohne Alkohol“.

Kein Alkohol ist längst nicht mehr uncool

Vielleicht überlegst du einmal für dich, warum du Alkohol trinkst und in welchen Situationen du nicht darauf verzichten kannst. Wie fühlt es sich an, wenn du Alkohol konsumierst? Was macht er mit dir während des Verzehrs und wie sieht deine Gefühlswelt am nächsten Morgen aus? Eine interessante Frage ist auch, wie du mit Alkohol groß geworden bist. Gehörte er zum Familienleben und zu jeder Feierlichkeit dazu? Wie gesagt, es geht hier weniger darum Abhängigkeiten zu identifizieren, als dich ehrlich selbst zu hinterfragen.

Die Sober-Curiousity-Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht Alkoholabstinenz neu zu definieren, denn noch immer gilt man, wenn man auf einer Party oder bei einem Abendessen keinen Alkohol trinkt, als uncool oder als Spielverderber. (Hier ist es interessant, wer diese Bemerkung macht, denn oft sind das die Personen, die das eigene Trinkverhalten nicht hinterfragen.) So gibt es in Manhatten und auch in London mittlerweile Bars, die sich auf anti-alkoholische Drinks spezialisiert haben und den Verzicht gesellschaftsfähig machen.

Die besten anti-alkohlischen Drinks

Kombucha

Wir finden: Kombucha ist eine super Alternative zu Alkohol. Das fermentierte Getränk aus Tee, Zucker, Wasser und der Kombucha-Kultur wirkt reinigend, belebend und liefert Energie für den Tag.
Besonders gut finden wir Rho Kombucha aus Hamburg.

Kefir – das neue Trendgerät

Purearth produziert biologische, milchfreie, sprudelnde Wasserkefirs. Roh, nicht pasteurisiert und voller B2 und B12 ist Kefir ein natürlich fermentiertes Getränk aus Milliarden lebender Kulturen, nützlichen Enzymen, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien. Gut für die Darmgesundheit, die allgemeine Vitalität und mit Superfoods angereichert. Dieser hier aus Lemon und Spirulina ist unser Favorit. Gibts bisher leider nur in London.

Alkoholfreier Gin

Siegfried Wonderleaf ist die erste alkoholfreie Gin-Alternative aus Deutschland. Streng genommen kein Gin, bringt das Getränk die Aromen der Botanicals von Gin in einer alkoholfreien Version zusammen. Das Produkt ist 100% alkoholfrei, handwerklich destilliert und enthält hochwertige Botanicals. Produziert wurde übrigens nachdem die Social Media-Community positiv auf den Vorschlag einer alkoholfreien Variante reagiert hat.

Ebenfalls ganz vorn mit dabei ist der alkohofreie Gin von Laori. Die haben es sich zur Aufgabe gemacht, leckere und alkoholfreie Drinks für Erwachsene zu kreieren. Dabei werden feinste Kräuter und Gewürze, die Gin-typisch sind, verarbeitet. Im Magazin gibt’s außerdem tolle Tipps für Mindful Drinking.

Unser Lielingsrezept für alkoholfreien Moscow Mule

Zutaten:
2 EL Limettensaft
3/4 Tasse Ginger Beer
eine halbe Tasse Mineralwasser
Crushed Ice
Limette
Minzblätter

Das Crushed Ice in eine Tasse geben. Limettensaft und Ginger Beer dazu. Das Mineralwasser darüber gießen.
Mit der Schale der Limette und den Minzblättern garnieren.

Buchtipps:

Sober Curious: The Blissful Sleep, Greater Focus, Limitless Presence, and Deep Connection Awaiting Us All on the Other Side of Alcohol von Ruby Warrington
Nüchtern betrachtet war’s betrunken nicht so berauschend: Ein befreiendes Experiment von Susanne Kaloff
Nüchtern. Über das Trinken und das Glück von Daniel Schreiber
Mindful Drinking von Rosamund Dean

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Titelbild @ Bilyana Slaveykova via Unsplash

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