ein Weihnachtsbaum mit Lichtern auf der verschneiten Strasse liegend

Das perfekte Fest – oder wie wir es unperfekt überleben

Wer hätte das gedacht, auch dieses Jahr steht Weihnachten wieder vor der Tür. An den Festtagen kracht es in vielen Familien gerne mal. Wir erklären dir, woran das liegt und was du tun kannst, um ein möglichst entspanntes Fest zu verbringen. 

In diesem Jahr wird es ein bisschen anders sein, denn all die Kleinigkeiten mit denen wir uns sonst so rumschlagen werden vielleicht nur eine untergeordnete Rolle spielen. Einfach, weil wir uns darüber freuen, dass wir überhaupt mit mehreren geliebten Menschen gemeinsam feiern dürfen. Dennoch, Weihnachten ist die Zeit, in der alte Muster hochkommen und Familienmitglieder mit dem ersten Schritt ins Elternhaus zurück in alte Rollen fallen. 

Rund um die Weihnachtszeit sind viele Menschen etwas sensibler. Das hängt mit den eigenen Bedürfnissen und dem inneren Kind zusammen. So steht bei vielen die Frage im Raum: Was bekomme ich? Bekomme ich das, was ich mir wünsche? Werde ich genug beachtet? Dass dahinter eigentlich alte Themen und Muster stecken, ist den wenigsten bewusst.

Erlaube Weihnachten ein ganz normales Fest zu sein

An Weihnachten kommen Menschen mit vielen unterschiedlichen Bedürfnissen und Vorstellungen zusammen. Das größte Problem daran ist, dass wir an Weihnachten eine Erwartung mitbringen, die Hoffnung darauf, dass es friedlich und harmonisch wird. Wie wäre es, wenn wir dem Weihnachtsfest erlauben, dass es ein ganz normales Zusammenkommen sein darf? 

Der Klassiker ist, dass alle sich viel Stress machen. Mutter verzweifelt in der Küche, weil der Braten nicht gelingt. Die Kinder essen seit Jahren kein Fleisch und Oma fragt immer noch, wie es denn dann mit Hühnchen wäre? Und der Vater hat wie jedes Jahr einen Weihnachtsbaum gekauft hat, der dem schiefen Turm von Pisa Konkurrenz macht. Die Tante aus Hamburg trinkt und nervt, man kann sie aber leider nicht ausladen. Klingt von außen ganz lustig und genau so sollte man es auch nehmen, mit Humor. Auch die beschriebene Distanz aus dem Artikel “Die Vergangenheit loslassen und vergeben lernen” kann da helfen.

Das Wichtigste: In den Tagen zwischen den Jahren, den Rauhnächten, liegt enorm viel Kraft. Wenn wir lernen diese Zeit für uns  zu nutzen, können wir gut in ein neues Jahr starten. Wir stellen die Weichen für ein friedliches und erfüllendes neues Jahr. Wir sollten also ganz bewusst darauf achten, wie wir diese Zeit verbringen.

Hier sind unsere fünf Tipps für eine entspannte Weihnachtszeit 

Achte auf dich selbst.
Versuche in dieser Zeit herauszufinden, was du brauchst und wann es Zeit für eine Pause ist. Und traue dich auch Dinge zu verändern. Du musst nicht so Weihnachten feiern, wie andere es von dir erwarten. Gestalte das Fest so, wie du es möchtest.

Lass los.
Und zwar die Vorstellung, dass sich zuhause alles oder etwas verändert hat. Oder dass man sich die Familie so zurechtbiegen kann, wie man sie gerne hätte. Das wollen wir ja selbst auch nicht, dass jemand an uns rum biegt. Darum gilt: loslassen, akzeptieren und atmen. 

Starte keine Grundsatzdiskussionen.
Es ist schlau an Weihnachten jeder Art von Diskussion aus dem Weg zu gehen. Egal wie klein oder lustig sie beginnt. Es bringt nichts und es ist nicht der richtige Zeitpunkt. Das gilt für alte Themen und für neue. Lieber Gras über die Sache wachsen lassen und das Thema später ansprechen. 

Baue viele kleine Pausen ein
Es ist hilfreich sich viele kleine Freiräume zu kreieren. Einfach mal raus an die Luft gehen oder sich mit einem Buch zurückziehen. Eine kleine Gehmeditation machen oder eine Runde auf die Yogamatte, um tief zu atmen. 

Triff nicht alle auf einmal
Der beste Tipp überhaupt, denn wer sagt, dass man an Weihnachten alle Verwandten und Freunde treffen muss? Die Besuche sorgen bei vielen für unnötigen Stress. Lieber entzerren, nicht zu viel aufladen und einen Besuch im neuen Jahr planen. 

Wir wünschen euch von Herzen ein wunderbar entspanntes Fest.

Buchtipp: 

Als Weihnachten nach Hause kam* von Wilhelm Bammessel 

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